Erlesenes

Zum Leidwesen meiner nähren Umgebung ist meine große Leidenschaft das Lesen von Zeitungen... sehr vielen Zeitungen. Dieses Hobby habe ich von meinem Vater geerbt, der das noch exzessiver betreibt als ich. Er wollte sogar mal zu "Wetten, dass... ?" gehen und Zeitungen am Geruch erkennen (das ist kein Spaß!). Er hat sich dann aber leider doch nicht getraut.

Auf jeden Fall finden Sie hier in unregelmässigen Abständen, was mir so aus deutschen Zeitungen an - aus meiner Sicht - interessanten Meldungen in die Hände fällt. Öfter mal reinschauen lohnt sich also! 

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Potsdamer Neuste Nachrichten vom 24.01.2009

"Mit reichen Männern haben Frauen häufiger einen Orgasmus"

Laut einer britischen Studie erleben Frauen, die mit reichen Männern zusammen sind häufiger einen Orgasmus. Warum das so ist, konnten die Wissenschaftler aber leider nicht feststellen.

Das bedeutet ja, dass die weltweite Finanzkrise noch viel verheerende Folgen auf unsere Gesellschaft hat, als bisher angenommen.

Ich habe mir daraufhin erstmal den Ordner mit meinen Kontoauszügen aus dem Schrank geholt, um zu wissen wie es so um mein eheliches Sexualleben bestellt ist. Ich muss sagen, dass mir meine Frau schon ziemlich leid tut.

Ab jetzt liegen die Kontoauszüge übrigens auch immer auf meinem Nacht-tisch, somit ist wenigstens ausgeschlossen, dass ich nochmal in meinem Leben auf einen vorgetäuschten Orgasmus reinfalle.

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Bild am Sonntag vom 11.01.2009

"Ehemann will gespendete Niere zurück"

Vor acht Jahren hatte der amerikanische Chirurg Richard Batista seiner Frau eine Niere gespendet, rette ihr so das Leben. Doch die Gattin betrog ihn, reicht die Scheidung ein. Jetzt verklagt der Gehörnte seine "undankbare" Ex auf Herausgabe des geschenkten Organs oder einer Entschädigung von 1,5 Millionen Dollar.

Das ist eine Meldung, die mir sehr an die Nieren gegangen ist.

Ich stelle mir dazu folgenden Dialog im Hause Batista vor:

er:" Ich möchte gerne die Nieren."

sie:" Oh, Du willst dinieren. Das ist aber lieb von Dir."

Es heißt doch eigentlich immer "geschenkt ist geschenkt". Das scheint Herr Batista aber anders zu sehen. Rückholaktionen kannte ich bisher eigentlich nur aus dem Einzelhandel und der Autoindustrie.

Was lernen wir also daraus? Bevor man sich den Bund fürs Leben verspricht, sollte man sich besser auf Herz und Nieren prüfen.

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Berliner Morgenpost vom 25.11.2008

- "Karin Seehofer hat gestern in München die Königin von Bhutan empfangen" -

Da frage ich mich doch, darf man eigentlich in der Nähe der Königin von Bhutan rauchen oder gibt es dann sofort eine Explosion? Bumm - eine Knallermeldung. 

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Berliner Morgenpost vom 20.11.2008:

- "Leiche des Unternehmers Flick gestohlen - Ermittler schließen Erpressung nicht aus" -

Als ich das gelesen habe, konnte ich es kaum glauben. Warum entführt man bitte - mal ganz von der Pietätlosigkeit dieser Aktion abgesehen - den Leichnam eines seit über zwei Jahre toten Menschen? Um Geld von der Witwe zu erpressen? Wie will man da aus Entführersicht Druck aufbauen? "Wenn Sie Ihren Mann lebend wiedersehen wollen, dann zahlen Sie uns Summe xy" - funktioniert ja wohl nicht ganz. Manchmal kann man wirklich an der Welt und ihren Bewohnern zweifeln.

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Potsdamer Neuste Nachrichten vom 26.09.2008:

- "Schwuugle - die erste Suchmaschine, die ausschließlich Suchergeb-nisse liefert, die für den schwulen Mann von Interesse sind." -

Da gibt es jetzt also eine neue zielgruppenorientierte Internetsuchmaschine.

Es würde mich nicht wundern, wenn andere Interessengruppen bald nachziehen.

Denkbar wäre z. B. auch

für Landwirte - Kuuhgle,

für Drogenkuriere - Schmuggle

oder für Weitspringer - Googlehupf

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BILD-Zeitung vom 28.06.2008:

- "Spargel auf dem Mars?" -

Die Marssonde "Phoenix" hat entdeckt, dass der Boden am Nordpol des Mars ideal für den Spargelanbau ist.

Als ich das gelesen habe, war mir sofort klar, dass sich der Traum vom ersten Menschen auf dem Mars nicht für einen Amerikaner oder Russen erfüllen wird, sondern für einen Erntehelfer aus Polen. Ich habe mich auch immer gefragt, warum der Spargel so teuer sein muss? Jetzt weiß ich es endlich... die Transportkosten!

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Berliner Morgenpost vom 03.06.2008:

- "Pringles"-Erfinder lässt sich in Chipsdose bestatten -

das nenn ich doch mal konsequent. Wenn das Schule macht, stehen uns demnächst noch ein paar andere kuriose Beerdigungen ins Haus. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie sich dann der Erfinder vom "Kinder-Über-raschungsei" ("In jedem siebten Ei ist eine Leiche drin...") oder der "Topits Frischhaltefolie" beerdigen lassen wird.